Amsterdam 2016

Hallo ihr Lieben,

hier kommt der Amsterdam-Post von unserem 3 tägigen Wochenendausflug. Patrick und ich sind mit dem Auto gefahren. Los ging es früh morgens, nach dem ich frischen Kaffee und Brötchen eingepackt hatte. Man kommt nach Amsterdam auch ganz bequem mit dem Zug, wir hatten vorher aber schon geplant die Stadt ein bisschen weiträumiger zu erkunden und waren somit auf ein Auto angewiesen. ACHTUNG an alle schnellen Autofahrer, in Amsterdam hängt an jeder Brücke ein Blitzer und an jeder Auffahrt steht ein Polizeiwagen, dass sie falls jemand zu schnell wird ganz schnell abkassieren können. Offiziell ist auf den Autobahnen eigentlich 130 km/h. Auf der Hälfte der Autobahnstrecken gilt jedoch ein Tempolimit von 100 km/h. Patrick empfand das als sehr angenehmes und entspanntes Fahren.  Nach 3 1/2 Stunden Fahrt kamen wir an unserem Hotel an. Wir verbrachten die zwei Nächt im OZO Hotel. Dieses liegt etwas außerhalb von Amsterdam, aber in 20 Min waren wir super schnell mit der S-Bahn im Zentrum. Parken in Amsterdam lohnt sich eh nicht, da es unbezahlbar ist.arash-nikkhah-photo-44-2.jpg

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Das Personal war sehr freundlich. Wir checkten ein. Die Zimmer waren super komfortabel. Ein großes Bett und Platz zum bewegen. Der einzige Nachteil, war das Badezimmer. Es hatte nur eine Milchscheibenverglasung. So konnte man immer die Schatten, desjenigen, der sich gerade im Badezimmer befand genau erkennen.

Nun konnte es endlich losgehen in die City. Der Bahnhof war von unserem Hotel nur 5 Min zu Fuß entfernt. Also perfekt zu erreichen. Eigentlich hatten wir vor, uns die I am Amsterdam Card zu holen, mit der man für einen bestimmten Stundentarif Museen ermäßigt besichtigen und öffentlich Verkehrsmittel nutzen kann. Da wir aber so schönes Wetter hatten, haben wir unseren vorher ausgedachten Plan umgeschmissen und stiegen auf einen GVB Tagespass um, der uns für das Wochenende pro Person nur 12,50€ kostete. Damit konnten wir sogar zusätzlich auch den ganzen Tag Fähre fahren. Ursprünglich wollten wir die Stadt mit dem Fahrrad erkunden, was ich eigentlich auch jedem nur empfehlen kann, da es aber so kalt war (morgens hatte es auf der Hinfahrt sogar geschneit) fiel diese Möglichkeit bei uns weg. Als wir in der City angekommen waren, besichtigten wir zuerst den Dam. Dies ist der zentrale Hauptplatz der Stadt.20160305_112811

Weiter ging es Richtung Innenstadt. Dort gab es tausend Möglichkeiten zu shoppen.H&M habe ich alleine 8 Mal gesehen. Wahnsinn !!!

Zum Shoppen gibt es sehr viele Ecken in Amsterdam, von den bekannten Läden wie H&M, Zara & P&C bis hin zu tollen und verrückten Vintageshops. Die größten Einkaufsstraßen im Zentrum von Amsterdam sind die Kalverstraat und die Leidsestraat.

  • Auf der Kalverstraat gibts die klassischen Ladenketten wie Zara, Topshop, H&M, usw.
  • Exklusivere Shops wie Filippa K, Karen Millen usw. findet man an der Leidsestraat.
  • Wer es etwas ruhiger und ausgefallener mag, sollte unbedingt in die Negen Straatjes Dieses Viertel ist wirklich  wunder schön. Dort gibt es so viele kleine Cafés, Restaurants, Boutiquen, Kunstgalerien und Vintageshops.
  •  Eine weitere tolle Straße ist der Haarlemmerdijk.Die Haarlemmerstraat, die in den Haarlemmerdijk übergeht, befindet sich im beliebten Amsterdamer Stadtviertel Jordaan und ist ein Paradies für alle, die es unkonventionell mögen. Kleine, unabhängige Boutiquen mit originellen Sortimenten, trendige Restaurants und Bars mit erschwinglichen Preisen sowie das älteste Kino von Amsterdam. Dieser bunte, originelle Mix hat mich begeistert. Dort gibt es so gut wie alles, von Coffeeshops ,die sich an wirklich jeder Ecke befinden, kleine Boutiquen mit unabhängigen Labels und Secondhand Kleidung bis zu Delikatessen- und Dekoläden mit typisch holländischen Sammlerstücken.

Irgendwie war uns aber in der Einkaufsstraße zu viel trubel und wir beschlossen erst einmal ins Magna Plaza zu gehen.Dieses befand sich direkt hinter dem königlichen Palast auf dem Dam. Früher war es  das Hauptpostamt. Für alle Shoppingsüchtigen finden sich dort eine Menge Geschäfte, wie: Mango, Replay, Elite Fashion, Laundry Industry. Café Ristretto für alle, die keine Lust mehr haben und noch viel, viel mehr. Was mich total fasziniert hat war der Elephant Parade Laden.20160304_131729Dort standen riesen selbstbemalte Elefanten. Kinder können dort einen Elefant kaufen und ihn nach belieben anmalen. Fand ich super, ist mal was ganz anderes. Als wir das Magna Plaza wieder verließen fing es leider an zu regnen und wir mussten uns eine Alternative überlegen. Patrick und ich liefen zum nächsten Bootsanleger und beschlossen eine Bootsfahrt durch die Grachten zu machen. Diese dauerte 11/2 Stunden und wir shipperten schön durch die einzelnen Grachten. Vom Boot aus konnte man die vielen, unterschiedlichen Häuser genaustens beobachten. Abends besuchten wir dann noch das Rotlichtviertel. Für mich immer wieder eine gewöhnungsbedürftigte Erfahrung. Junge Mädchen stehen im Fenster und ziehen Männer von der Straße, richtig wohlgefühlt habe ich mich dort nicht. Wir schlenderten durch ein paar Sex-Shops und aßen abends in einer Pizzeria. Es war in allen Restaurants so brechend voll. Da man tausend Essensrichtungen zur Auswahl hat, fand ich es echt schwer sich zu entscheiden. In Amsterdam gibt es viele Ketten, wie z.B von Argentinia. Die Kellner stehen auf der Straße und probieren einen so lange zu überreden, bis man sich für ihr Lokal entscheidet. Wir fanden das irgendwie aufdringlich und haben uns eins gesucht wo dies nicht der Fall war.20160304_205050

Zurück schlenderten wir wieder bei den ganzen „Schaufenstern“ vorbei und kamen dann spät abends ziemlich k.o. in unserem Hotel an. Am nächsten Tag standen wir wieder früh auf und genossen das Hotelfrühstück. Wir stiegen wieder in die Bahn und machten uns auf den Weg zum Rathausplatz. 20160305_110320

20160305_113947Wir begaben uns Richtung Kalverstraat und Leidseestraat und schauten und noch ein paar Geschäfte an die wir von zu Hause nicht kannten. Anschließend gingen wir zum Vondelpark, dieser ist wunderschön und bietet Grünfläche. In diesem englischen Landschaftsgarten gibt es viel mehr zu tun als nur die sich schlängelnden Pfade, den Rosengarten und die Teiche zu genießen. Im Vondelpark gibt es ein Teehaus, ein Restaurant, eine Bar, und ein Freilufttheater, in dem man seine freie Zeit verbringen kann.

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Da es jetzt ja erst März ist, denke ich dass der Vondelpark im Sommer märchenhaft sein muss, wenn überall die Tulpen blühen und Vögel zwitschern. Abends sind wir noch zur Centralstation gegangen und haben eine Nachtfahrt mit der Fähre gemacht. Das war wirklich zauberhaft, Amsterdam beleuchtet bei Nacht vom Wasser zusehen (Mein Tipp an Euch). Unsere müden Beine waren uns in diesem Moment völlig egal.20160305_211655.jpg

An unserem letzten Tag, haben wir beschlossen die City zu verlassen und uns Amsterdam von einer anderen Seite anzuschauen. Wir fuhren zuerst zum Strand von Zandvoort. Zandvoort ist für seinen Strand bekannt, Patrick und ich waren beide davon fasziniert, dass wir die Stadt verlassen konnte und ruck zuck am Meer war. Der Strand zählt mit zu den schönsten Naturgebieten, dort kann man einfach abschalten und entspannen. Wir fuhren mit dem Auto ganz lange am Meer entlang, bis wir zu einem Parkplatz kamen. Und dort ÜBERRASCHUNG auch hier sollte man wieder Eintritt zahlen. Also falls ihr nach Amsterdam wollt, könnt ihr euch schon einmal darauf einstellen, dass fast kein Parkplatz umsonst ist und die Holländer Geld kassieren wo sie nur können. Wir zahlten also den Eintritt, was wir hinterher auch nicht bereut haben und kamen auf einen Parkplatz. Dort konnten wir unser Auto abstellen und zu Fuß bis ans Meer gehen. Dort angekommen, war es einfach nur wunderschön. Der frische Wind der uns um die Ohren wehte, das Meeresrauschen und der Duft von Salzwasser. Viele Fußgänger waren am Strand unterwegs, die Menschen verliefen sich auf der Fläche aber so, dass man fast alleine war.

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Ich war super glücklich, es war ein Gefühl von Freiheit nach den letzten beiden Tagen bei so vielen Menschen in der Stadt. Anschließend machten wir uns noch auf den Weg nach Zaanse Schans. Dies ist ein Museumsdorf in der Zaanstreek. Das teilweise ganz normal bewohnte Dorf liegt nordwestlich von Amsterdam in Noord-Holland. Das Örtchen verleiht einem ein Einblick in die typische holländische Lebensart. Zahlreiche Windmühlen, Bauernhöfe, Wohnhäuser und Museen mit der typisch holländischen Architektur, wurden authentisch wieder aufgebaut. Ich fand es wunderschön. Für die einzelnen Windmühlen hätte man Eintritt bezahlen sollen, von außen konnte man sie aber auch so wunderbar rundherum betrachten. Völlig ausreichend. 6 Windmühlen sind noch aktiv. In einer Mühle werden große Gläser mit frische gemahlenem Senf verkauft, in einer anderen werden Öle, Mehl und Sägeholz produziert.Die meisten sind auch zu besichtigen.

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Leider fing es dann sehr stark an zu regnen, wir wollten noch zum Holzschuhmuseum. Also beeilten wir uns und liefen über eine Brücke bis wir dort ankamen. Das Häuschen war super süß gestaltet, ganz viele kleine Holzschuhe hingen draußen an der Wand. Wir betraten das Haus und konnten anhand einer Bildergallerie die Herstellung verfolgen. Im hinteren Bereich waren die Maschienen aufgebaut, die die Holzschuhe fertigen. Unter der Decke und an der Wand hingen Holzschuhe in allen Größen und Farben zum Verkauf. Ich hätte Mama gerne welche mitgebracht, aber sie waren einfach überteuert.20160306_14105920160306_14040620160306_14184120160306_14145320160306_14185220160306_143044

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Mittlerweile war es früher Abend und wir machten uns auf den Heimweg  und auf Richtung Autobahn. Da wir heute ja wieder nach Hause mussten.

Wir hatten ein wunderschönes, abwechslungsreiches Wochenende in Amsterdam und ich habe mich richtig in diese zauberhafte Stadt verliebt. Ich kann jedem nur empfehlen, Amsterdam zu besichtigen und sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen.

xx Anni